Watch_Dogs – Angezockt!

Herzlich willkommen zum Angezockt! von Watch_Dogs.

Bei Watch_Dogs schlüpft ihr in die Rolle von Aiden Pearce, einem Hacker in Chicago. Es handelt sich um ein klassisches Open World Game. Dementsprechend habt ihr viele Möglichkeiten, um euch auch außerhalb der Hauptstory auszutoben und reichlich Zeit in Windy City zu verbringen. Dabei ist es euch freigestellt, ob ihr in einem  verruchten Keller eure Kohle beim Pokern aufs Spiel setzt, euer Glück beim Hütchenspieler versucht oder in einem kleinem Kaffee eure Schachkünste ausprobiert. Natürlich sind das noch nicht alle Nebenbeschäftigungen, die restlichen Entdeckungen überlassen wir aber euch selbst.

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Hauptelement des Spiels ist das Hacking. Mit Hilfe eures Handys könnt ihr so Informationen über Passanten sammeln und zum Beispiel deren Kontodaten klauen oder deren Telefonate bzw ihren Nachrichtenverlauf abfangen. Zusätzlich könnt ihr im weiteren Spielverlauf Ampeln manipulieren oder auf anderem Wege die Verkehrswege zu euren Gunsten beeinflussen. Das ermöglicht euch unter anderem die Flucht vor der Polizei oder aber die Einbremsung eines eurer Ziele. Das Hacking ist dabei mit einem Tastendruck getan und so ziemlich simpel gehalten. Das ist aber auch gut so, weil das Tool auch während der Autofahrt problemlos genutzt werden kann.

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In den letzten Wochen sind ja durchaus häufiger Nachrichten zum Grafik-Downgrade bei Watch_Dogs aufgetaucht. Entsprechend war eine gewisse Skepsis in Internet und Foren bezüglich des Titels zu spüren. Wenn man den Titel erstmalig einlegt wird auch relativ schnell klar, dass der überwältigende Anblick des ersten E3-Trailers nicht eingehalten werden konnte. Eine gewisse Ernüchterung ist also durchaus nachvollziehbar. Es ist jetzt aber nicht so, dass das Spiel Augenkrebs verursacht. Gerade bei Nacht ist der Anblick sogar recht gut. Lediglich die Autos fallen diesbezüglich ein bisschen ab.

Über die Autos gelangen wir auch zu meinem größten Kritikpunkt: Die Fahrphysik. Selbst bei geringem Tempo fliegen Zäune und Verkehrsschilder nur so durch die Luft. Bei Zusammenstößen verhält sich eurer Fahrzeug wie ein Panzer und so pflügt ihr durch den Verkehr. Unter dem Aspekt, dass sich die Autos auch recht schwierig steuern ist das aber fast schon wieder ganz gut so. Insgesamt erinnert das Ganze ein bisschen an GTA IV. Auch dort war die Fahrzeug-Steuerung doch etwas sehr schwammig.

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Das klingt jetzt insgesamt etwas schlimmer als es im Endeffekt ist. Weitestgehend geht das Gameplay sehr gut von der Hand. Nebenmissionen, Minispiele und Sammelobjekte dürften euch zusätzlich zur Story durch viele Stunden beschäftigen. Das kommt zum Einen dadurch, dass diese Sachen alleine für sich schon sehr spaßig sind und wird durch die tolle Integration ins Spielgeschehen noch verstärkt. Ihr sammelt nämlich nicht nur stur irgendwelche Objekte ein, sondern schaltet gleichzeitig Waffen, Fahrzeuge oder andere nützliche Dinge frei. Zusätzlich bekommt ihr XP und steigt so im Level auf. Das ermöglicht euch wiederrum Erweiterungen in eurem Skill-Tree. Auch der Multiplayer ist sehr charmant eingebaut worden. So könnt ihr zum Beispiel andere Spieler überraschen indem ihr sie mitten im Spielgeschehen hackt und auf diese Weise überrascht. Auch andere Modi wie Online-Rennen oder Beschattung stehen zu Verfügung.

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Insgesamt bleibt zu sagen, dass Watch_Dogs ein absolut solider Titel geworden ist, der es durchaus verdient hat in möglichst vielen Konsolen mal rotieren zu dürfen. Für Fans von Open World Games ist er fast schon ein muss. Ob man sonst unbedingt den Vollpreis zahlen muss? Im Endeffekt muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass man hier nicht viel fasch macht wenn man sofort zugreift.