Tomodachi Life angezockt!

Ihr hattet schon immer das Verlangen euren Mii eine schöne Insel zu suchen und ihm dabei zu zuschauen, wie er sein Leben lebt und mit anderen Miis interagiert? Dann kann ich euch beglückwünschen, denn Tomodachi Life ist genau euer Spiel!
Ob das Spiel aber wirklich etwas für euch ist, das erfahrt ihr im Angezockt!

Tomodachi Life

Zu erst wählt ihr aus, welchen Mii ihr auf eure Insel locken wollt, verpasst ihm eine Stimme und eine Persönlichkeit, anhand von Parametern, wie man sie auch aus der Die Sims Reihe kennt.
Doch alleine wird euer Mii auf der Insel nicht glücklich werden, denn das A und O in Tomodachi Life ist die Interaktion zwischen den Miis. Dieser Fakt wird euch im Tutorial näher gebracht, in dem ihr dort die Grundlagen lernt, wie ihr die Wünsche eures Miis erfüllt, Sachen kauft oder einfach nur die Träume eurer Miis anschaut.

 

Dann steckt ihr auch schon mitten im Spiel, welches euch nun die Beobachterperspektive überlässt. Guckt einfach zu wie eure kleinen Miis sich vergnügen oder helft ihnen dabei, andere Miis kennenzulernen. Beziehungen spielen hier eine große Rolle, denn die Bewohner können heiraten und sogar Kinder bekommen. Natürlich gibt es auch Dramen, die sich abspielen wenn sich 2 Miis in die selbe Person verliebt haben.
So kann es bei einem Liebesgeständnis am Strand passieren, dass plötzlich der Konkurrent aus dem Wasser gestampft kommt und mit einem “Neeeeein! Ich liebe dich!” euren Mii in die Parade fährt.

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Es gibt täglich Events auf der Insel, zum Beispiel der Morgenmarkt, verschiedene Minispiele der Mii’s (z.B. ein 8 Bit RPG mit euren Bewohnern in der Hauptrolle), Nachrichten, Frisbeeturniere oder einfach ein Rap-Battle unter den Miis.
Täglich erhalten die Geschäfte neue Items, das heißt ihr könnte täglich neue Nahrung, Klamotten oder Inneneinrichtung für eure Miis kaufen.
Da jeder Mii eine eigene Persönlichkeit besitzt, hat auch jeder andere Präferenzen was das Essen oder den Stil angeht.

Die Präsentation des Games ist dabei sehr japanisch. Das Spiel bietet einen Mix aus Gamegrafik und echten Bildern für Items. So seht ihr z.B. das Essen als digitalisiertes Bild. Der gesamte Inhalt ist sehr abgefahren gehalten, so wird in den Nachrichten berichtet, dass es eine Streunerplage gibt und ihr diese nicht füttern sollt – Auf dem Bild der Streuner seht ihr dabei einen echten Katzenkörper mit dem Kopf eines Miis. Diese Streuner werden dann z.B. Cactuar-Streuner genannt.
Oder der Angriff eines Riesenrabens ist einfach ein digitalisiertes Bild eines Rabens, welcher vor einem panischen Mii sitzt.
Mir gefällt diese Art der Präsentation und musste schon oft lachen, wenn wieder mal eine total abstruse Situation abgebildet wurde.

 

Ihr fragt euch jetzt sicher, wie sich denn aber der Spielablauf später gestaltet. Nun, das Ziel ist es möglichst viele Miis auf die Insel zu bekommen (maximal 100 sind möglich). Dieses Ziel ist auch mehr als logisch, da das Spiel erst ab ca. 10 Figuren seinen Spaß entfaltet, da es sonst nichts zutun gibt. Weiterhin werden neue Einrichtungen durch bestimmte Zielsetzungen freigeschaltet (z.B. 100 Mii Probleme lösen, 10 Einwohner auf der Insel, Miis sollen heiraten,…) was zusätzlich motiviert.
Ihr verbringt in diesem Spiel aber auch einfach sehr viel Zeit damit eure Einwohner zu beobachten und ihren Dialogen mit anderen zu lauschen. Diese ruhigen Abschnitte sind ein sehr wichtiger Part des Spiels, ohne den viel Charme einfach verborgen bleibt.

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Nintendo beweist Mut dieses Spiel im Westen auf den Markt zu bringen und ich hoffe dieser wird belohnt. Es ist einfach ein super erfrischendes Spiel, welches die älteren unter euch vielleicht an Little Computer People erinnert.
Wenn ihr keine Angst vor neuen Spielprinzipen und abgefahrenen Ideen in Spielen habt, solltet ihr es unbedingt mal ausprobieren. Als Fan von Animal Crossing hatte ich auch in dieser Simulation bisher mein Spaß, doch für den Mainstream Gamer wird es nicht sein.