Battlefield Hardline Beta angezockt!

Battlefield Hardline ist das wohl ungeschützteste Projekt von EA, das es gibt. Es wurde von Leaks überschattet: Angefangen beim Konzept, über die komplette Enthüllung bis hin zum E3 Trailer inklusive Releasetermin.

Direkt nach der E3 ist sofort die Beta gestartet, um die Spieler von der Qualität des Spiels und des Spielprinzips zu überzeugen. Wir haben es uns näher angeschaut und sagen euch, ob sich Hardline lohnt oder nicht?

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Auf den ersten Blick sieht man sofort, dass Hardline auf dem Grundgerüst von Battlefield 4 basiert. Sei es das HUD, die Waffen oder Animationen, alles wirkt als ob Hardline eine Mod oder ein DLC für Battlefield 4 wäre. Das grafische Niveau befindet sich dabei auf der Höhe von Battlefield 4, leider merkt man das dem Spiel nicht an, da auf große Maps in der Beta verzichtet wurde – Der Fokus liegt klar auf Kämpfen im urbanen Setting, Cops vs. Gangster.

Da ist es natürlich klar, dass ihr euch nicht mit Panzern, Schlachtschiffen und Kampfhubschraubern durch die Map kämpft sondern auf konventionelle Transportmittel wie Motorräde, Autos oder speziell gepanzertere Einsatzfahrzeuge. Was mir aufgefallen ist, dass sich die Bikes manchmal wie ein Stück Seife steuern lassen, aber eben nicht immer. Woran das liegt, habe ich keine Ahnung. Ansonsten ist die Steuerung alt bekannt und das Gefühl für die Fahrzeuge wie für Battlefield üblich.

In der Beta existieren zwei Spielmodi: Blood Money und Heist.
In Blood Money ist das Ziel möglichst viel Geld aus einem zentralen Punkt auf der Map in den eigenen Transporter zu deponieren. Die Obergrenze liegt bei 5 Millionen $ und man kann maximal 500000$ tragen. Natürlich ist der Spot, bei dem man das Geld aufsammeln kann heiß umkämpft und je mehr man aufsammeln möchte, desto länger braucht man.
Der Clou ist aber, dass man von Feinden bereits deponiertes Geld jederzeit aus deren Transporter klauen kann und so ihren Geldvorrat reduziert.
Das bedeutet die Teams müssen sich auf 3 verschiedene Spots konzentrieren, denn wenn euer Transporter unbeaufsichtigt ist, kann es schnell den Verlust des gesamten Geldes bedeuten.
Dieser Modus hat mir am meisten Spaß gemacht, da er nicht so stark in gecampe ausartet wie Heist und einfach sehr flüssig spielbar ist.

In Heist werden zwei Geldtransporter (in einer gescripteten Sequenz) von der Straße gerammt und das Ziel der Gangster ist es, die Türen von den Transporter zu sprengen und mit der Beute zu entkommen, während die Polizei das verhindern soll. Auf der Map gibt es dabei 2 Spots welche erobert bzw. gesprengt werden müssen.
Dieser Modus erinnert an Rush und ist meiner Meinung nach der schlechtere, da es wie immer in Camping ausartet, wenn solche Punkte verteidigt werden sollen.

Neue Unlocks schaltet ihr dieses mal nicht nur durch reines aufleveln frei, sondern ihr verdient auch Kohle mit Kills oder erfolgreichen Coups im Spielverlauf. Es gibt verschiedene Gadgets wie Enterhacken, Zip-Lines oder die standardmäßigen Health-Packs für den Sanitäter.
Die Klassenauswahl ist dabei genauso wie in Battlefield 3 und 4.

Insgesamt macht das Spiel einen runden Eindruck und es gibt weniger Bugs als in der Vollversion von Battlefield 4.
Doch es bleibt der Eindruck, als ob Vollpreis für das Spiel am Ende zu viel wäre, da es den Anschein hat, dass Visceral auch einfach einen DLC für Battlefield 4 hätten entwickeln können und den für 20€ anbieten.
Ich persönlich bin aber ziemlich angetan von dem Spiel, werde aber erstmal abwarten wie es sich mit der Bugfülle und dem Netcode in der Vollversion verhält, denn ein gebranntes Kind scheut das Feuer!